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Das Herz - mehr als ein Organ

©lohrelei/gdj/openclipartvectors_pixabay.comIn der TTM (traditionell tibetische Medizin) gibt es die Metapher des Herzens als „König des Körpers“. Es ist das zentrale Organ und ist sicher im Brustkorb untergebracht. Dabei gilt es in der TTM als der Sitz des Bewusstseins. Auch bei uns kennt fast jeder das Zitat aus dem Buch „Der kleine Prinz“: „Nur mit dem Herzen sieht man gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“.

Das Herz ist ein Hochleistungsmuskel im Dauerbetrieb, der auf der anderen Seite sehr verletzlich ist. Kaum ein anderes Organ zeigt uns so deutlich die Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Die enge Wechselbeziehung zwischen Herz und Gefühl findet sich in unserer Sprache wieder. Während positiv Erlebtes „das Herz weit werden lässt“ oder „Es wird einem ganz warm ums Herz“ wirken auch Stress und Kummer unmittelbar auf dieses Organ und führen zum „gebrochenen“ oder auch „blutenden Herzen“.

Bei unseren Tieren einen Ausgleich auf der emotionalen Ebene zu fördern, ist für jeden Besitzer täglich eine neue Herausforderung. Dabei verbinden sich unsere Hunde, Katzen aber auch Pferde so eng mit uns, dass sie häufig sogar die Gefühle und Probleme der Besitzer spiegeln. Einen ewig entspannten und harmonischen Zustand gibt es bei ihnen genauso wenig wie bei uns. Aber ungesunde Hundeleckerchen und zuckerhaltige Pferdemüslis können weder Zeit, Zuwendung noch Liebe ersetzen. Hier ist vielmehr ein Hineinfühlen ins Tier gefragt. Erfahrung, gegenseitiges Kennen und Vertrauen helfen uns intuitiv die wirklichen Bedürfnisse zu erspüren und immer wieder für eine innere Balance zu sorgen.

Den Hochleistungsmuskel Herz können wir auf der körperlichen Ebene bei seiner Arbeit unterstützen und im Bedarfsfall entlasten. Hierzu gehört nicht nur die weitgehende Vermeidung von Umweltgiften und schädigenden Medikamenten, sondern die Natur hält auch eine breite Vielfalt von pflanzlichen Wirkstoffen bereit. Manche weisen dabei sogar schon mit ihrem Namen auf ihre Wirkung hin wie das „Herzgespann“ (Leonurus cardiaca) auch“ Herzheil“ oder „Herzgold“ genannt oder das „Herzkraut“ (Mellisa officinalis). Den größten Einfluss auf das Herz haben wir aber immer noch mit der Grundernährung. Hier sollten wir naturnah und abwechslungsreich füttern und dem Körper und seinem König anbieten, was sie wirklichen brauchen. So sagt man in der traditionell tibetischen Medizin: „Gesundheit entsteht aus der Harmonie zwischen Körper und Geist und zeigt sich in der Lebendigkeit“ und das gilt für Menschen und Tiere gleichermaßen.

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