Hunde

Entschlackung - Wohltat für den Körper

©Slava_Nemirovskiy_fotolia.deFür viele Menschen bedeutet die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern traditionell eine Zeit der Entschlackung und Regeneration.

Regelmäßige Ausscheidung von Schlacken (Gift)stoffen, die sich im Laufe der Zeit im Körper angesammelt haben, schafft Wohlbefinden, entlastet die Leber und stärkt die Gesundheit. Chronische Erkrankungen können gemildert bzw. verhindert werden.

Das gilt nicht nur für Menschen, sondern genauso für Tiere.

Stichelhaare bei Pferden, angelaufene Beine, schlechte Hufqualität, Hautprobleme (Mauke, Ekzeme), wiederkehrende Sehnenprobleme, Hungerhaare, dunkle Fellflecke, Husten, Allergien, Leistungsabfall, rezidivierende Koliken können ein Hinweis auf Leberprobleme sein. Leiden Hunde häufiger an Durchfall, Erbrechen, sind sie träge und haben keine rechten Appetit, könnte die Leber in ihrer Engiftungsfunktion gestört sein.

Tiere (und Menschen) werden heutzutage viel stärker mit Giften belastet als noch vor einigen Jahrzehnten. Spritzmittel in Futtermitteln (Getreide, Heu, Stroh usw.), Schimmelpilzbelastungen vor allem in Heulage und Silage, Schwermetallbelastungen, Konservierungsstoffe, Endophytenbelastungen der Pferdewiesen, Fruktane und Eiweiße im Übermaß, Holzschutzmittel, Medikamente, Wurmkuren, Impfungen – die Liste ist ellenlang -, stellen eine Riesenherausforderung für Leber und Nieren dar.

Ist die Toxinbelastung zu hoch und können Giftstoffe nicht ausreichend über Leber und Nieren, Darm, Haut und Schleimhäute ausgeschieden werden, so lagert der Körper Schlackenstoffe ins Bindegewebe, Fettgewebe bzw. in die Zwischenzellsubstanz ein. Damit werden Transportwege für Nährstoffe, Vitamine, Enzyme und Vitalstoffe blockiert. Die Versorgung der einzelnen Zellen, Gewebe und damit auch der Organe ist nicht mehr optimal, was Stoffwechselerkrankungen provoziert.

Für ein reibungsloses Entgiften benötigt die Leber insbesondere Vitamin B6 (aktiviert), aber auch Vitamin B12, Vitamin C, bestimmte Aminosäuren und Spurenelemente (Selen, Zink, Kupfer, Eisen u.a.). Ein Mangel an Vitamin B6 unterbricht die Entgiftung, es kommt zur erwähnten Einlagerung der – nun noch giftigeren! – Zwischenprodukte. Kompensatorisch ‚springen Spurenelemente ein‘, mit deren Hilfe die Ausscheidung fortgeführt wird. Dies kann sich im Blutbild dann als Spurenelementmangel zeigen. Hier einfach Spurenelemente zu supplementieren ergibt natürlich wenig Sinn.

Wenn Hunde Fleisch fressen, enthält es normalerweise ausreichend Vitamin B 6. Bei Pferden hat die Natur sich da was anderes einfallen lassen. Sie können, im Gegensatz zu Hunden, mithilfe spezieller Darmbakterien Vitamin B6 selbst synthetisieren. Allerdings haben viele Pferde Darmprobleme aufgrund falscher Fütterung und einer gestörten Darmflora. Dann ist die Eigensynthese von B-Vitaminen blockiert. Der Zusammenhang von Leberproblemen bei Pferden mit mangelnder Darmgesundheit und Spurenelementdefizit wird häufig nicht erkannt. Eine intakte Darmflora und Darmschleimhaut verhindern zudem, dass Toxine in den Blutkreislauf gelangen und es zu einer schleichenden Giftbelastung des Organismus kommt.

Giftbelastungen durch Nahrung und Umwelt lassen sich heutzutage kaum mehr vermeiden. Gezielte Entgiftungskuren sind also sinnvoll für unsere Tiere. Günstige Zeiträume für Reinigungskuren sind Frühjahr und Herbst, wenn der Fellwechsel stattfindet. Für anscheinend gesunde Tiere sind sie eine Gesundheitsprophylaxe.

Leberunterstützende Kräuter stärken die Leber hervorragend. Darm aufbauende Kräuter, vor allem für Pferde, schaffen die Basis für eine gesunde Darmflora und damit für optimale Entgiftung. Tonerden wie Zeolith (Klinoptilolith) und Montmorillonit (Terrasan) können Giftstoffe binden und so die Darmschleimhaut schützen. Sie sind immer hilfreiche Ergänzungen. Helfen kann man auch mit Massagen, Lymphdrainagen, Akupunktur, Akupunktmassagen, Homöopathie und Schüsslersalzen.

Ihr Tier wird es Ihnen sehr danken.

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