Hunde

Kotfressen

Nur eine Angewohnheit?

Nein! So ist es nicht. Der kotfressende Hund hat einen Bedarf. Er ist mangelhaft ernährt, oder sein Darm ist geschädigt durch chemische Mittel, durch Wurmkuren und Antibiotika.

Werden die Darmbakterien gestört oder teilweise zerstört, kann der Hund die Futter nicht mehr optimal verwerten, denn die Verdauung, also das Aufschließen von Nahrung, ist die Hauptaufgabe der Darmflora. Diese Bakterien produzieren viele Verdauungsenzyme und auch die Vitamine des B-Komplexes sowie Vitamin K.

Ein so gestörter Hund braucht den frischen Kot, vor allem den von Pflanzenfressern, in dem vorverdaute Nährstoffe, Vitamine sowie die Verdauungsenzyme enthalten sind. Manche Hunde fressen auch den frischen Kot von Artgenossen, der ebenfalls vorverdaute Stoffe enthält, die ihm fehlen. Bei Hundekot kann es aber auch sein, dass dieser so verlockend ist, weil der Spender zuvor mit Futtern gefüttert wurde, die Lockstoffe enthielten.

Nun ist das mit dem Kotfressen so eine Sache. Pferde-, Rinder- und Schafskot zu fressen, kann für einen Hund tödlich enden, wenn diese Tiere zuvor chemisch entwurmt wurden und bei dem Hund ein so genannter "Gendefekt" (MDR1) vorliegt, wie bei vielen Hütehunden. Weitere Infos dazu hier.

Abgesehen davon ist Kotfressen ja auch ein ästhetisches Problem. Lustig findet das keiner.

Was tun?

  • Die Grundversorgung optimieren mit Komplement, 30-Kräutergarten, Bauerngarten-Gemüsemix und Ölen. Stärkekomponenten meiden, also Getreide, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Bananen.
  • KoproStop füttern, einige Wochen lang. Darin sind viele der fehlenden Stoffe enthalten.
  • Der Rest ist Training.
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