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Hagebutten – eine Rose für Dein Pferd

Hagebutten sind die Früchte der Hecken- oder auch Hundsrose, einer weit verbreiteten Wildrosenart. Schon immer galt die Rose als Sinnbild von Fruchtbarkeit und Erotik. Aphrodite soll ihre Schönheit einer Wildrose zu verdanken haben und Hebammen vergruben nach einer geglückten Geburt die Nachgeburt unter einer Hundsrose.

Die Hagebutte kann aber auch auf eine lange Tradition als Heilpflanze zurück blicken. Sie enthält neben einem hohen Anteil Vitamin C auch Vitamin K, Vitamin B, Carotinoide, Gerbstoffe, Flavonoide, Pektine, Vitamine und Mineralstoffe. Damit liefern die roten Früchte gerade in der Winterzeit eine wertvolle Unterstützung für das Immunsystem. Aber auch bei Gelenkentzündungen und Wundheilungsstörungen hat sich ihr Einsatz bewährt. Der sekundäre Pflanzenstoff Galaktolopid soll den Knorpelabbau verhindern und somit die Gelenk entlasten. Außerdem wirken die Früchte leicht harntreibend.

Die Erntezeit der Hagebutte beginnt im September. Am besten wartet man den ersten Frost ab. Wenn die Schale glasig wirkt und auf Fingerdruck leicht nachgibt, sind die Früchte der Wildrose reif. Erntet man sie an sonnigen Tagen, ist ihr Vitamin C Gehalt höher. An einem luftigen Ort oder bei niedrigen Temperaturen (max. 40 Grad) im Backofen oder Dörrautomat getrocknet, halten sich die Früchte gut über den Winter. Die Dosierung für ein Pferd beträgt ca. 30-50 g getrocknete Hagebutten pro Tag. Manche Pferde können mit den getrockneten ganzen Früchten nichts anfangen, dann muss man die Früchte zerkleinern. Viele Pferde wissen Sie aber auch als gesundes Leckerchen zu schätzen.

Da Hagebutten den Winter überstehen, gelten sie auch als Symbol für ein Weiterleben der Seele nach dem Tod. Und unsere Vorfahren haben dem „kleinen Volk“ (Kobolde und Wichtel), welches in den Wildrosen wohnt, Opfergaben und –Speisen an den Heckenrosenstamm gelegt. Zumindest die Wildvögel werden sich darüber gefreut haben. Auch wer das nicht machen möchte, sollte auf jeden Fall bei der Ernte immer genügend Früchte für Vögel und andere Wildtiere übrig lassen und damit auch zur Weiterverbreitung der Wildrose beitragen.

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