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Island - das Land der Wikingerpferde

Eine Reisereportage einer unser Beraterinnen

Kurz hinter Reykjavik die erste Begegnung. Auf einer hubbeligen Fläche standen sie wie umgewehte Findlinge in der © A. KrohnLandschaft: die Wikingerpferde. Island ist das Land in das alle Islandpferdefans reisen wollen, aber eigentlich wenige wirklich hinfahren.

Auch ich benötigte über 50 Jahre um dorthin zu reisen um die eigentliche Heimat dieser robusten und trittsicheren Pferde zu besuchen. Meine Tochter hatte sich nach ihrem Schulabschluss entschieden in Island für mehrere Monate mit den legendären Pferden zu leben und zu arbeiten und ich würde sie dorthin fahren. Dann war es soweit in das Abenteuer Island zu starten.

Freitags morgens um 6.00 Uhr ging es los. Zuerst mit dem Flugzeug nach Keflavik und von dort weiter per Mietwagen ins 300 km entfernte nördliche Varmahlid mit gerade mal 130 Einwohnern. Kaum auf der Insel der Elfen und Zwerge losgefahren, sahen wir die Islandpferde auch schon aus der Ferne.© A. Krohn Ihre Körper haben sich dem rauen Klima angepasst und bieten wenig Angriffsfläche. Sie sind klein und gedrungen, wie buckelige Trolle. Passend für diese ursprüngliche Landschaft und sie gehören auf diese Insel. Bei uns sieht man sie oft in Ekzemerdecken gehüllt, glatt gebürstet. So haben sie wenig mit diesen ursprünglichen und an die harten Bedingungen angepassten Tieren zu tun.

Die Isländer sind stolz auf ihre Pferde. Viele besitzen nicht eins sondern gleich vier oder fünf, oft mehr, Platz ist genug. In Deutschland geht der Besitz eines Pferdes mit vielen Verpflichtungen und „kümmern“ einher. In Island ist das anders; die Pferde stehen auf den „Wiesen“, das war es. Die Isländer sind etwas rauer im Umgang mit Ihren Tieren, es findet keine Vermenschlichung statt. Die Tiere werden sehr robust gehalten, alle paar Tage wird nach den ihnen gesehen und wenn nötig etwas zu gefüttert. Nein, kein Islän© A. Krohnder-Spezial-Müsli oder gar ein Ekzemer-Futter. Die genügsamen Pferde leben die meiste Zeit von dem, was diese karge Gegend an Kräutern, Moosen, Flechten zu bieten hat. Weiter im Norden finden sich auch Graslandschaften. Aber Weiden, wie wir sie in Deutschland kennen, © A. Krohngibt es nicht. Der Pferde-Reitbetrieb für Touristen, in dem meine Tochter als Guide arbeiten wird, ist in der glücklichen Lage, auch etwas Heu füttern zu können. Ansonsten gibt es für die meisten Pferde, wenn es denn mal tatsächlich nicht reichen sollte, nur ein wenig Silage dazu.

Die Islandpferde in Island lassen sich kaum berühren. Sie fressen einem bei guten zureden nur zögerlich aus der Hand. Sie geben einem nicht das Gefühl, das sie uns mögen, sondern eher, dass ihnen der Mensch egal ist. Islandpferde sind unabhängig und frei.

So m© A.Krohneine ersten kurzen Eindrücke, es reichte um bald wieder zu kommen.

Island astin min

(Island meine Liebe)

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