Kräuterlexikon Tiermedizin

Aloe, echte (Aloe vera)

Botanischer Name

Aloe barbadensis Mill.

Indikationen / Anwendungsgebiete

  • Haut
  • Magen-Darm & Verdauung

Familie

Asphodelaceae

Verwendete Pflanzenteile

Blätter

Vorkommen

Ursprünglich Ost- und Südafrika, heute auch in Indien und Mittelamerika verbreitet.

Erntezeit

Zwei bis dreijährige Blätter.

Das Gel wird durch das Entfernen der Blatthaut gewonnen,  z. T. zur Weiterverarbeitung eingedickt / getrocknet.

Wichtige Inhaltsstoffe

Aloine, Aloemodin, Chrysophanol, Polysaccharide und Glycoproteine

Anwendungsbereiche

  • Haut und Fell
  • Magen-Darm, Verdauung

Anwendung in der Tiermedizin

Der Dicksaft zur kurzfristigen Anwendung bei gelegentlich auftretender Verstopfung.
Bei Pferden besonders bei Blähbauch und Verstopfung.

Volkstümliche traditionelle Anwendung

  • Äußerlich: Anwendung der Gele/Salbenzubereitungen bei Mauke, Ekzem, Räude, Haut- und Fellproblemen, Juckreiz
  • Innerlich als Pressaft zur Vitalisierung

Toxikologie

Bei langfristiger Anwendung des Dicksafts Beeinträchtigung von Herz- und Nierenfunktion durch Kaliumverlust, eingedickte und getrocknete Zubereitungen nicht bei tragenden und säugenden Tieren anwenden.

Verwechslungen & Verfälschungen

Andere Aloe-Arten

Zubereitung

  • Gele und Salben
  • Frischsaft
  • Dicksaft
  • getrockneter Zellsaft

Dosierung

  • Salben und Hautpflegemittel zum Einreiben nach Bedarf
  • Dicksaft
    Pferd         10 - 15 g 
    Hund         0,5 - 3 g 
    Katze         0,5 g 

Zusätzliche Informationen

Während Tragezeiten und Lactation innerlich nicht zu empfehlen.

Frischer Pflanzensaft oder das Blattgel ist zur Wundheilung und bei Verbrennungen ideal.