Kräuterlexikon Tiermedizin

Fenchel

Botanischer Name

Foeniculum vulgare

Indikationen / Anwendungsgebiete

  • Atemwege
  • Magen-Darm & Verdauung

Familie

Doldenblütler (Apiaceae)

Verwendete Pflanzenteile

Kraut, Samen, das aus den Samen destillierte, ätherische Öl.

Vorkommen

Ursprung: östliches Mittelmeergebiet, heute Anbau in Europa Asien und Südamerika.

Erntezeit

Reifer Samen im Spätsommer

Wichtige Inhaltsstoffe

  • Ätherisches Öl mit Anethol und Fenchon
  • Phenolcarbonsäuren

Anwendungsbereiche

  • Atemwege
  • Blähungen
  • Verdauungsstörungen

Anwendung in der Tiermedizin

  • Erkrankungen der oberen Atemwege
  • Blähungen
  • Verdauungsstörung

Volkstümliche traditionelle Anwendung

  • Bei Fressunlust
  • zur Milchbildung
  • bei Darmparasiten
  • Der Absud äußerlich zu Waschungen und Kompressen bei Abszessen und Augenentzündungen

Toxikologie

In hohen Dosen hat Fenchel eine östrogene Wirkung, das ätherische Öl also nicht bei tragenden und säugenden Tieren einsetzen. Tee oder Fenchelfrüchte können gegeben werden.

Verwechslungen & Verfälschungen

Mit Samen anderer Doldengewächse

Zubereitung

Geschrotete Samen verfüttern oder als Tee zubereiten

Dosierung

  • Pferd  10 - 25 g Fenchelfrüchte
  • Hund    1 -   2 g Fenchelfrüchte
  • Katze 0,5 g Fenchelfrüchte

Zusätzliche Informationen

Der Gemüsefenchel wird nur bis zu 50 cm hoch, er wird einjährig kultiviert. Unterirdisch bildet sich die Fenchelknolle. Sein Geschmack wird durch den Gehalt an Anethol (Siehe auch Anis) bestimmt.

Als Gewürzfenchel oder Süßer Fenchel bezeichnet man die Varietät dulce. Der Gehalt an ätherischen Ölen in den Samen wird durch das milde Anethol bestimmt.

Zu heilkundlichen Zwecken nutzt man die Samen des Bitterfenchel, Foeniculum. vulgare var. Vulgare amara  und das daraus gewonnene ätherische Öl.