Das Mikrobiom des Hundes – kurz & knapp

05/K

Mikrobiom Hund Kurz und knapp  gut zu wissen

Was ist das Mikrobiom?

Im Darm des Hundes lebt eine riesige Gemeinschaft aus Mikroorganismen. Dazu gehören vor allem Bakterien, aber auch Pilze, Viren und andere Kleinstlebewesen. Gemeinsam bilden sie das Darmmikrobiom. Es ist weit mehr als nur ein Teil der Verdauung und beeinflusst viele wichtige Vorgänge im Körper.

Warum ist das wichtig?

Ein gesundes Darmmikrobiom unterstützt:

  • die Verwertung bestimmter Nahrungsbestandteile
  • die Versorgung der Darmzellen
  • die Darmbarriere
  • das Immunsystem
  • ein gesundes Darmmilieu
  • Wohlbefinden und Verhalten über die Darm-Hirn-Achse

Kurz erklärt

Ein gesundes Mikrobiom ist im Gleichgewicht. Gerät dieses sensible Ökosystem aus der Balance, spricht man von einer Dysbiose.

Was bringt die Darmflora aus dem Gleichgewicht?

Eine Dysbiose entsteht meist nicht durch nur einen einzelnen Auslöser. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen:

  • Antibiotika
  • Stress
  • Parasiten oder Infektionen
  • stark verarbeitete Nahrung
  • häufige Futterwechsel
  • minderwertige Futterzutaten
  • unausgewogene Fütterung

Woran erkenne ich ein gestörtes Mikrobiom?

Mögliche Hinweise sind:

  • weicher Kot oder Durchfall
  • Blähungen und wechselnde Kotkonsistenz
  • Appetitlosigkeit und empfindlicher Magen
  • Grasfressen oder sogenannte Licky Fits
  • Hautprobleme, Juckreiz, wiederkehrende Ohrenbeschwerden
  • Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten
  • Unruhe, erhöhte Stressanfälligkeit, Verhaltensauffälligkeiten
Mikrobiom Hund Kurz und knapp Empfehlung

Was kannst du tun?

Die gute Nachricht: Du kannst die Darmflora deines Hundes gezielt unterstützen.

1. Fütterung überprüfen

  • gut verträgliche, bedarfsgerechte Nahrung wählen
  • stark verarbeitete Bestandteile möglichst vermeiden
  • Futter nicht zu abrupt umstellen

2. Darm entgiften

  • Huminsäuren, z. B. aus Trockenmoor, können Toxine binden
  • Zeolith entgiftet und fördert einen gesunden pH-Wert im Darm

3. Darmflora unterstützen

  • Präbiotika wie Apfelpektin einsetzen

Probiotische Bakterienstämme können helfen, das Gleichgewicht zu fördern