Lausfliegen beim Hund – kurz & knapp

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Lausfliegen Hund KV Unser Tipp

Was sind Lausfliegen?

Lausfliegen sind blutsaugende Insekten, die Säugetiere und Vögel befallen. Ihr flacher Körper und ihre kräftigen Beine ermöglichen es ihnen, sich schnell durch das Fell zu bewegen und dort festzuhalten.

Je nach Art werden sie etwa 5–7 Millimeter groß. Mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen durchdringen sie die Haut und nehmen Blut auf. Lausfliegen sehen Zecken ähnlich, bewegen sich aber wesentlich schneller und können auch seitwärts krabbeln.

Kurz erklärt

Lausfliegen sind keine Läuse. Sie gehören zur Ordnung der Zweiflügler und sind damit Fliegen.

Welche Lausfliegen befallen Hunde?

Für Hunde sind vor allem zwei Arten von Bedeutung:

Die Hirschlausfliege kommt auch in Deutschland vor. Ihre bevorzugten Wirte sind Rehe oder Hirsche. Hunde, Pferde und Menschen können versehentlich befallen werden. Die Hirschlausfliege kann nach der Landung ihre Flügel abwerfen. Anschließend bewegt sie sich als flügelloses Insekt durch das Fell. Auf Hunden kann sie Blut aufnehmen, eine erfolgreiche Vermehrung ist dort jedoch nicht belegt.

Die Hundelausfliege lebt vor allem in wärmeren Regionen und ist spezialisiert auf Hunde und andere Hundeartige. Sie spielt eher bei Hunden aus dem Auslandstierschutz oder nach Reisen in südliche Länder eine Rolle.

Lausfliegen Hund KV Gut zu wissen

Woran lässt sich ein Befall beim Hund erkennen?

Hirschlausfliegen sind besonders vom Spätsommer bis in den Herbst aktiv und treten vor allem in waldreichen Gebieten mit hohem Wildbestand auf. Nach der Landung krabbeln sie schnell in das Fell und werfen häufig ihre Flügel ab. Der Hund zeigt einen Befall häufig durch

  • plötzliches Erschrecken oder hektisches Verhalten
  • verstärktes Kratzen und Lecken
  • gerötete Papeln und kleine Schwellungen
  • Krusten oder entzündete Hautstellen
  • nässende Stellen durch starkes Kratzen
  • ungewöhnlich starker Juckreiz

Wichtig

Die Reaktion fällt individuell unterschiedlich aus. Manche Hunde zeigen kaum Beschwerden, andere reagieren bereits auf einzelne Stiche mit starkem Juckreiz.

Können Lausfliegen Krankheiten übertragen?

In Hirschlausfliegen wurden verschiedene Bakterien nachgewiesen, darunter Bartonellen, Anaplasmen, Borrelien und Rickettsien. Ein Erregernachweis in der Fliege bedeutet jedoch noch nicht, dass der jeweilige Erreger beim Stich auf Hunde übertragen wird. Besonders häufig findet sich Bartonella schoenbuchensis. Die Hirschlausfliege gilt daher als möglicher Überträger dieses Bakteriums. Ob es auf Hunde übertragen wird und dort Erkrankungen verursacht, ist bisher nicht geklärt.

Die Hundelausfliege wird als Zwischenwirt des Fadenwurms Acanthocheilonema dracunculoides beschrieben. Außerdem kann sie Pelzmilben an ihren Beinen transportieren und auf Hunde übertragen.

Merke: Zwischen einem Erregernachweis in Lausfliegen und einer nachgewiesenen Übertragung auf den Hund muss klar unterschieden werden.


Wie werden Lausfliegen entfernt?

Einzelne Lausfliegen lassen sich mechanisch aus dem Fell entfernen. Dabei helfen:

  • ein feinzinkiger Flohkamm
  • eine Pinzette oder Zeckenzange
  • Klebeband
  • eine helle Unterlage zum Erkennen herabfallender Parasiten
  • ein verschließbares Gefäß zur Aufbewahrung und Bestimmung

Besonders sorgfältig sollten Bauch, Achseln, Ohren, Hautfalten und die Innenseiten der Oberschenkel kontrolliert werden. Gereizte oder gerötete Haut kann anschließend mit milden, hautpflegenden Produkten beruhigt werden.

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Wie lässt sich einem Befall vorbeugen?

Ein vollständiger Schutz ist kaum möglich. Die wichtigste Maßnahme ist deshalb die gründliche Fellkontrolle nach Aufenthalten im Wald.

Natürliche Präparate gegen Zecken und Flöhe enthalten meist Neemöl, Teebaumöl oder Geraniol und können auch vorbeugend gegen Lausfliegen eingesetzt werden.
Schnell erkannt und rasch entfernt

Für die Praxis: Lausfliegen sind äußerst lästig. Wer jedoch die ungewöhnlichen Insekten erkennt und entfernt, kann stärkere Beschwerden bei seinem Tier in der Regel vermeiden.

Allgemein Dog

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