Hunde

Stärke im Futter – Krebs – die wahre Bedeutung der Mitochondrien

Diagnose Krebs, spätestens dann machen sich so manche Betroffene Gedanken um die Ernährung. Um den Sinn ketogener Ernährungsweise mit stark eingeschränkter Kohlenhydratzufuhr zugunsten von Fett und Eiweiß. Denn Zucker (Kohlenhydrate) nährt Krebszellen, füttert sie regelrecht, fördert ihr Wachstum und ihre Vermehrung. Diese grundlegenden Zusammenhänge beobachtete der Medizinnobelpreisträger Prof. Dr. Otto Heinrich Warburg bereits vor knapp 100 Jahren. Eine enorme Erkenntnis!

Hunde- und Katzenfutter, gleichwohl Trocken- wie Nassfutter, sind in der heutigen Zeit häufig außerordentlich stärkelastig, der Anteil an Kohlenhydraten durch Getreide, Reis, Kartoffeln, Mais usw. extrem hoch.

Dank der Futtermittelindustrie mussten vor allem Hunde in den letzten Jahrzehnten von Fleischfressern zu Zuckerfressern mutieren.

Was ist daran fatal?

Die Folgen dieser Fehlfütterung sind hinlänglich bekannt: Bauchspeicheldrüsenprobleme insbesondere beim Hund, Diabetes und Krebs. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein zentrales Verdauungsorgan. Dieses Organ bildet Verdauungsenzyme, die in den Darm abgegeben werden und hier die Nährstoffe verwerten: Amylasen zum Kohlenhydratabbau, Lipasen zur Fettverwertung, Proteasen für den Abbau von Eiweißen. Zudem regelt die Bauchspeicheldrüse den Blutzuckerspiegel durch die Hormone Insulin und Glukagon, die in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert werden.

Bleiben wir beim Zucker: Die Bauchspeicheldrüse bildet also Amylase, ein Enzym zur Umwandlung von Stärke in Zucker (Glucose). Bei der heutigen Fehlernährung des Hundes (und genauso des Menschen!) mit einer Überlast an Stärke entsteht sehr viel Zucker, der ins Blut gelangt. Vom Blut muss der Zucker in die Zellen transportiert werden, die den Zucker ja zur Energieproduktion (ATP) benötigen. Diesen Transportjob übernimmt das Insulin, es schleust die Glucose in die Zellen.

Viel Zucker – viel Insulin! Die Bauchspeicheldrüse muss entsprechend ‚hart‘ arbeiten, um Insulin zu liefern. Bei ständiger Überforderung der Langerhansschen Inseln ermüden diese Zellen und bilden nicht mehr ausreichend Insulin. Oder die Zellen reagieren überhaupt nicht mehr auf Insulin – sog. Insulinresistenz. Die Folge: Erhöhter Blutzuckerspiegel bei permanenter Energieunterversorgung der Zellen, Gewichtszunahme, Verfettung des Tieres (Menschen). Keine gute Basis dauerhaft gesund zu sein. Der Hund wird zum Diabetiker – und erhält spezielles Diätfutter, ironischerweise meist mit vielen Kohlenhydraten, also Stärke! Und diese auch noch häufig in aufgeschlossener, hocherhitzter (extrudierter) Form, die um ein Vielfaches schneller verwertbar ist. Amylase und Insulin werden zur vermehrten Ausschüttung geradezu gezwungen. Schauen Sie auf die Deklaration solcher Futter unter „Zusammensetzung“, da finden Sie dann die stärkehaltigen Komponenten!

Was soll man davon halten? Wissen die Futtermittelhersteller und Tierärzte das nicht? Oder steckt mehr dahinter?

Jedenfalls kann ein Tier mit Diabetes so niemals seine physiologische Balance finden und ist auf ständige Gaben von Insulin abhängig.

Was hat dies mit Krebsgeschehen zu tun?

Der bereits erwähnte Prof. Dr. Warburg (1883–1979) entwickelte 1924 eine bedeutsame Hypothese zur Krebsentstehung. Er entdeckte, dass Krebszellen einen anderen Energiestoffwechsel haben als gesunde Zellen. Letztere beziehen die – lebensnotwendige – Energie in Form von ATP überwiegend durch Verbrennung von Zucker zu CO2 und Wasser. Dies geschieht in den Mitochondrien (auch Kraftwerke der Zellen genannt). Für diese Zellatmung benötigen die Zellen Sauerstoff (aerober Prozess).

Krebszellen dagegen gewinnen Energie durch anaerobe Vergärung (ohne Sauerstoff), der sog. Glykolyse. Sie vergären Zucker zu Milchsäure (Laktat). Ist der Stärkeanteil z. B. im Hundefutter hoch, so finden Krebszellen natürlich hervorragende Existenzbedingungen. Zusätzlich verschafft das Endprodukt der Vergärung, die Milchsäure, Krebszellen einen Vorteil: Milchsäure schickt die umliegenden gesunden Zellen in den programmierten Zelltod (Apoptose). Und gleichzeitig löst die Säure das schützende Gerüst auf, das die Zellen im Gewebe umgibt. Die Krebszellen können besser wuchern.

Die Vergärung findet nicht in den Mitochondrien statt, sondern im Zytoplasma der Zelle. Daher haben Krebszellen im Endstadium so gut wie keine Mitochondrien mehr. Sie werden ja nicht mehr gebraucht. Krebszellen umgehen die Zellatmung übrigens auch dann, wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist.

Ausnahmsweise stellen auch gesunde Zellen von Zellatmung auf Gärung um – im Fall von Sauerstoffnot, z.B. wenn ein untrainierter Muskel plötzlich stark beansprucht wird.

‚Schuld‘ an der Entartung einer Zelle zur Krebszelle ist nicht der Zucker, sondern die Schädigung und Schwächung der Mitochondrien als Ort der Energieproduktion.

Wodurch werden Mitochondrien geschädigt und was ist die Folge?

Ursachen einer Funktionsbeeinträchtigung der Mitochondrien können sein

  • Übersäuerung der Zelle
  • Falsche Ernährung/ Fütterung, Vitalstoffmangel
  • Medikamente
  • Umweltgifte/ Chemikalien
  • Elektrosmog
  • Bewegungsmangel
  • u.a.

Sinkt nun die Mitochondrien-Aktivität aufgrund ihrer Schädigung auf ca. 20% ab, können also die Mitochondrien nicht mehr genügend Energie produzieren, um die Zellen gesund zu erhalten, so schaltet die Zelle (in ihrer Not) auf die Vergärung von Zucker um. Das ist ihre Überlebensstrategie – und der Beginn von Krebs. Eine Krebserkrankung ist demnach der Versuch der bedrohten Zellen zu überleben, dabei zu entarten und sich in den Zustand einer Embryonalzelle rück zu verwandeln. Da die anaerobe Glykolyse im Vergleich zur Zellatmung sehr wenig Energie produziert (nur knapp 1/20), verbrauchen Krebszellen enorm viel Zucker. Mit einem mit Stärke überlasteten Hundefutter kein Problem, dieses Bedürfnis der Tumorzellen zu stillen…

Hauptgrund des Krebsgeschehens ist demzufolge immer eine Störung der elektromagnetischen Struktur der Zelle, beispielsweise durch freie Radikale, Elektro-Smog, Röntgenstrahlen bzw. durch die bereits genannten Faktoren mit dem Ergebnis einer Mitochondrien-Schwächung. Das (überlebenswichtige!) Umschalten der Zelle auf Vergärung ist als Folge, nicht aber als Ursache des Krebsgeschehens zu sehen.

Nachgewiesenermaßen hemmt eine Verbesserung des Energiehaushalts der Mitochondrien das Wachstum von Krebszellen.

Und hier keimt Hoffnung auf!

Wie könnte man Mitochondrien stärken bzw. ihre Regeneration fördern?

Beispielsweise durch artgerechte, Stärke reduzierte Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen, d. h. Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen. Amygdalin (Vitamin B 17), reichlich in bitteren Aprikosenkernen, besitzt antikanzerogene Eigenschaften, wenngleich dies in der Schulmedizin angezweifelt wird.

Antioxidantien wie z. B. Vitamin C und E, Pangamsäure (Vitamin B 15), Astaxanthin und Coenzym Q10 sind wichtig zur Unterstützung der Mitochondrien. Auch Stärkung des Immunsystems, regelmäßige Entsäuerung, Entgiftung, Unterstützung von Leber, Darm und Nieren sowie regelmäßig ausreichend Bewegung tragen dazu bei, dass Mitochondrien gesund und leistungsfähig bleiben.

Es ist doch vielversprechend und tröstlich, dass man als Tierhalter (und für sich selbst) vielleicht sinnvolle Maßnahmen zur Linderung (oder gar Ausheilung?) eines Krankheitsgeschehens selber in der Hand hat.

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