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Freier Zugang zur Weide? Ausgeschlossen!

Das ist Vergangenheit. Es wäre für die Pferde lebensgefährlich, es drohten Koliken und Rehe.

Aber warum eigentlich? War das denn schon immer so? Meiden auch die Mustangs im Frühling die Weiden? Und was haben die wilden Vorfahren im Frühling gemacht?
Oder war der Frühling mit seinem üppigen Angebot an frischen Pflanzen die Zeit des Jahres, auf die alles Leben hinfieberte? Die Zeit, um den Mangel des Winters zu vergessen, Zeit der Fohlen und der Paarung und immer wieder Neubeginn des Lebens?

Aber nun stehen die meisten Pferde auf artenarmen Grasäckern. Was tun, um die Gefahr von Durchfällen, Koliken und Rehe möglichst zu vermeiden? Womit können Sie helfen?

Zuerst einmal: Solange es nachts noch zu Temperaturen von unter 5°C kommt mit dem Weidegang bis mittags warten, bis dahin sind die hohen Anteile an Fruktanen einigermaßen abgebaut.

Und dann geben Sie Ihrem Pferd die Vielfalt einer gesunden, artenreichen Wiese zurück mit den Ostpreußenkräutern oder – alternativ – den Amara-Bitterkräutern. Damit fördern Sie die Aktivität der Darmbakterien und die Verdauung. Später im Wechsel damit die Toscana-Mischung und dieSchwäbische-Alb-Mischung füttern.

Nie das Ausleiten durch Unterstützung der Nieren vergessen. Das ist besonders wegen der hohen Eiweißanteile in den mastigen Gräsern nötig. Hierfür gibt es die Lüneburger- oder Rhenalind-Kräuter. 

Normalerweise gibt es am Tag nur 50 bis 60 g einer Mischung. Die Mischungen werden also abwechselnd gefüttert.

Ertasten Sie am besten täglich abends die Temperatur der Hufe! Hier droht Gefahr. Sollten sie warm sein, wärmer als normal, dann unbedingt Weidenrinde/Mädesüß geben, um die Durchblutung zu fördern. Niemals mit kaltem oder gar Eiswasser die Hufe kühlen, denn dadurch würden die Kapillargefäße zusammengezogen und die Infarktneigung, und damit die Gefahr einer Hufrehe, verstärkt.

Erkennen Sie trotz dieser Fütterung eine Neigung zu Blähungen oder Kolik, denken Sie an Anis-Kümmel-Fenchel, am besten gemischt mit Süßholzwurzel!

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