Kräuterlexikon Tiermedizin

Artischocke

Botanischer Name

Cynara scolymus

Indikationen / Anwendungsgebiete

  • Magen-Darm & Verdauung

Familie

Korbblütler

Verwendete Pflanzenteile

Blätter

Vorkommen

Mittelmeerraum, aus Anbau

Erntezeit

Blätter vor der Blüte, Juni / Juli

Wichtige Inhaltsstoffe

Phenolcarbonsäuren, Flavonoide und Bitterstoffe, besonders Cynaropikrin

Anwendungsbereiche

Magen-Darm, Verdauung

Anwendung in der Tiermedizin

Leber und Gallenbeschwerden. Artischockenextrakte schützen die Leber aufgrund ihrer entgiftenden, antioxidativen und regenerationsfördernden Eigenschaften

Volkstümliche traditionelle Anwendung

Galle, Magen-Darm, Leber, Appetitlosigkeit

Toxikologie

Nicht anzuwenden bei Gallenverschluss und bei Allergien gegen Korbblütler

Verwechslungen & Verfälschungen

Mit der Cardydistel - diese ist deutlich kleiner, nicht behaart. Cardy wird als Blattgemüse gegessen, dafür sind Artischockenblätter zu bitter.

Zubereitung

  • Tee
  • Press-Saft
  • Ethanolisch wässriger Auszug

Dosierung

Dosierung des trockenen Krautes oder die der Droge entsprechenden Mengen Saft / Extrakt

  • Pferd 6 - 10 g
  • Hund 2 - 5 g
  • Katze 0,5 -1 g

Zusätzliche Informationen

Beim Heißwasserauszug entsteht durch Umesterung Cynarin, das früher als Hauptwirkstoff angesehen wurde, und das im Kraut selbst nur in Spuren vorhanden ist. 

Die Gemüseartischocke, bei der Wert auf große Blüten gelegt wird, ist botanisch die selbe Art wie die Heilpflanze, die man nach dem größeren Blattvolumen selektiert hat.

Das Artischockenblatt ist an der Unterseite dicht behaart. Diese Haare lösen sich bei der Verarbeitung und liegen dann als flockiger Belag auf den Kräutern oder den Tee-Mischungen. Dies erscheint oft wie Schimmel. Schimmel kann sich nur mit Feuchtigeit bilden, der Tee würde dann unangenehm muffig riechen.