Kräuterlexikon Tiermedizin

Thymian

Botanischer Name

Thymus vulgaris

Indikationen / Anwendungsgebiete

  • Atemwege
  • Magen-Darm & Verdauung
  • Parasiten

Familie

Lippenblütengewächse (Lamiaceae)

Verwendete Pflanzenteile

Die vom Stängel entfernten, gerebelten Blätter und das daraus destillierte ätherische Öl

Vorkommen

Mittelmeerraum

Erntezeit

Zweige zu Beginn der Blüte

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl: 1-2,5 %, vorwiegend Thymol und Carvacrol, Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren

Anwendungsbereiche

Atemwege, Magen und Darmprobleme, Parasiten

Anwendung in der Tiermedizin

Bronchitis, Katarrhe der oberen Luftwege

Volkstümliche traditionelle Anwendung

Atemwegsprobleme, Stauballergien, Blähungen, Aufgasungen, Parasiten. Entzündungen in Maul und Rauchen, Magen und Darm.

Das ätherische Öl hat auf Pilze und Bakterien eine wachstumshemmende Wirkung und hindert auch Viren bei der Ausbreitung. Es verflüssigt Schleim, wirkt krampflösend und fördert den Auswurf beim Husten.

Toxikologie

Ätherisches Thymianöl nur stark verdünnt, 1:30 und nach vorherigem Test anwenden (vorsichtig schnuppern lassen, 20 Minuten abwarten)

Verwechslungen & Verfälschungen

Kann mit dem Quendel (Feldthymian), Thymus serpyllum, verwechselt werden, der aber sehr ähnlich in der Wirkung ist.

Zubereitung

Als Tee oder Futterzusatz

Dosierung

  • Pferd  10 - 15 g
  • Hund  2 - 4 g
  • Katze  0,5 g

Zusätzliche Informationen

Thymian bildet als Kraut mit Salbei und Origanum ein sehr starkes Trio zur Darmreinigung. Von dem Ätherischen Öl gibt es verschiedenen Chemotypen, die sich abhängig von der Region und der Höhenlage des Standortes entwickeln. Wird Thymian aus dem Gebirge in die Ebene umgepflanzt bildet er andere ätherische Öle aus.