Artgerechte Katzenfütterung: So ernährst du deine Katze wirklich richtig

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Katzen sind faszinierende Tiere. Elegant, unabhängig – und in vieler Hinsicht ganz anders als andere Haustiere. Gerade bei der Fütterung zeigt sich das besonders deutlich. Denn auch wenn sie seit Jahrtausenden mit uns leben, hat sich eines kaum verändert: Ihre ursprünglichen Bedürfnisse. Wer seine Katze artgerecht ernähren möchte, kommt deshalb nicht darum herum, einen Blick auf ihre Herkunft und Biologie zu werfen.

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Die Hauskatze – ein Wüstentier im Wohnzimmer

Was viele überrascht: Unsere Hauskatzen stammen ursprünglich aus trockenen, wüstenähnlichen Regionen des Orients. Diese Herkunft prägt ihr Verhalten bis heute – vor allem beim Thema Wasseraufnahme. Katzen sind darauf ausgelegt, ihren Flüssigkeitsbedarf fast vollständig über die Nahrung zu decken. Während Nassfutter einen großen Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs abdeckt, liefert Trockenfutter nur minimale Mengen an Feuchtigkeit. Die Differenz muss die Katze aktiv über Trinken ausgleichen – was viele schlicht nicht ausreichend tun. Der Wasserbedarf deiner Katze liegt bei ca. 40 ml pro Kilo Körpergewicht. So müsste eine durchschnittliche Hauskatze ein ganzes Wasserglas trinken. Die Folge zeigt sich häufig erst später: Erkrankungen der Nieren und der Harnwege gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen bei Katzen.

Ein Blick ins Gebiss: Warum Katzen Fleisch brauchen

Schon ein kurzer Blick ins Maul der Katze verrät, wie sie sich ernähren sollte. Ihr Gebiss ist ein klassisches Scherengebiss: ausgelegt zum Greifen, Zerteilen und Abschlucken von Beute. Was fehlt, sind Mahlzähne – also genau das Werkzeug, das nötig wäre, um pflanzliche Nahrung oder gar Getreide zu verarbeiten. Auch beim Thema Zahngesundheit hält sich ein hartnäckiger Mythos: Trockenfutter reinigt nicht die Zähne. Aufgrund der fehlenden Kaubewegung wird es meist schnell zerkleinert oder sogar im Ganzen geschluckt. Artgerechte Ernährung bedeutet hier ganz klar: Fleisch oder Fleischdose statt Trockenfutter.

Taurin – ein lebenswichtiger Baustein

Ein weiterer entscheidender Punkt in der Katzenernährung ist die Versorgung mit Taurin. Diese Amonisäure übernimmt im Körper zahlreiche Funktionen – von der Gesundheit des Herzens über die Fettverdauung bis hin zur Funktion von Nerven und Augen. Das Besondere: Katzen können Taurin nicht in ausreichender Menge selbst herstellen.

In der Natur ist das kein Problem, denn ihre Beutetiere – insbesondere kleine Nager – liefern reichlich Taurin. In der Fütterung mit Fleisch oder Fertigfutter sieht das jedoch oft anders aus. Viele Fleischsorten enthalten deutlich geringere Mengen.  So haben Deswegen sollte jeder Mahlzeit Taurin zugesetzt werden.

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Pflanzliche Bestandteile – sinnvoll, aber in Maßen

Auch wenn Katzen Fleischfresser sind, nehmen sie in der Natur pflanzliche Bestandteile auf – allerdings indirekt. Diese stammen aus dem Mageninhalt ihrer Beutetiere. Sie liefern wichtige Ballaststoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. So unterstützen sie die Verdauung und tragen zur Stabilität des Darmmikrobioms bei. Die Fleischration sollte also durch gekochtes und zerkleinertes Gemüse ergänzt werden. Für Katzen reichen jedoch 3-10 % in der Fütterung aus.

Fett: Geschmacksträger und Energiequelle

Interessant ist auch ein Blick auf den Geschmackssinn der Katze. Im Gegensatz zum Menschen kann sie „süß“ nicht wahrnehmen. Dafür reagiert sie besonders stark auf Fett. Und das hat einen guten Grund: Fett ist für Katzen eine wichtige Energiequelle und erfüllt zahlreiche Funktionen im Körper. Besonders wertvoll sind dabei Omega-3-Fettsäuren, wie sie vor allem in Wildtieren vorkommen. Im Fleisch von Masttieren ist dagegen häufig ein Übergewicht an Omega-6-Fettsäuren zu finden. Ein Ausgleich über geeignete Ergänzungen wie Lachs-Öl kann hier sinnvoll sein.

Die Mahlzeit im Ganzen denken

Ein häufig unterschätzter Aspekt der Katzenfütterung ist die Zusammensetzung der natürlichen Beute. Eine Maus besteht nicht nur aus Muskelfleisch, sondern auch aus Knochen, Blut, Organen und weiteren Bestandteilen.

Genau diese Vielfalt sorgt dafür, dass die Katze mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird – von Mineralstoffen über Spurenelemente bis hin zu Vitaminen.

In der Fütterung mit reinem Fleisch oder auch vielen Fertigfuttern fehlen Teile dieser natürlichen Zusammensetzung. Deshalb ist es wichtig, die Mahlzeit entsprechend zu ergänzen, um eine langfristig ausgewogene Versorgung sicherzustellen.

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