Giardien-Befall – was ist das genau? Wie können Sie vorgehen?

Das sollten Sie über Giardien wissen - Viele Hunde, wie auch andere Tiere, sind Träger von Giardien (Trophozoiten), ohne zu erkranken.

Das sollten Sie über Giardien wissen

  • Viele Hunde, wie auch andere Tiere, sind Träger von Giardien (Trophozoiten), ohne zu erkranken. Nicht wenige entwickeln eine Immunität, so dass die Erreger teilweise oder sogar vollständig eliminiert werden und es auch nicht mehr zu einer Reinfektion kommt. Mit steigendem Alter sinkt die Krankheitshäufigkeit.
  • „Der Giardiose-Stuhl ist meist sehr fettreich und schleimig, aber charakteristischerweise ohne Blut, wodurch die Giardiose leicht von einer Amöbose unterschieden werden kann. Typische Symptome sind heftige Darmschmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Unwohlsein, Appetit­losigkeit, leichtes Fieber, Schüttelfrost und ein oft starker Gewichtsverlust. Das Blutbild und die Blutchemie sind bei einer Giardiose in der Regel unauffällig, eine Eosinophilie ist selten. Bei schweren Fällen kann der Körper Fett, Glukose, Laktose, Xylos, Folsäure und Vitamin B 12 nicht mehr aufnehmen.“ Ortega & Adam 1997 
  • Giardien haben einen sehr ursprünglichen Stoffwechsel. Sie gewinnen ihre Energie nicht auf aerobe Art, also durch Verbrennen mit Sau­erstoff, sondern anaerob durch Vergärung. Ihr Bedarf an Stärke und Zucker ist deshalb etwa 16-mal so gross wie bei aerob lebenden Tieren.
  • Wer Hunden stärkereiches Futter gibt (bei Trockenfutter sind es alle, und viele Dosen auch), fördert die Giardien.

Unsere Empfehlung 

KOMPLETT auf Kohlenhydrate verzichten, also kein Trockenfutter füttern und auch keine stärkehaltigen Nahrungsmittel wie Reis, Mais, Nudeln oder Kartoffeln (auch kein Amaranth o.ä.) zusetzen.

  • Einen Tag lang nur Schafskäse, echten Feta, füttern, am besten mit 30 Kräutergarten gemischt. Oder Sie nehmen Kräuter der Provence, 2 bis 3 Teelöffel pro Hund! Unbedingt echten Feta nehmen, keinen Ziegenkäse oder Feta aus Kuhmilch!
  • Usniotica-Tropfen ab dem 2. Tag dreimal täglich geben. Je nach Gewicht des Hundes dreimal 5 Tropfen bis zu dreimal einen Teelöffel voll.
  • Oft ist es sinnvoll, mit Enterogan zu kombinieren oder im täglichen Wechsel zu ge­ben. Je nach Gewicht des Hundes zweimal eine Messerspitze bis zu 5 g (2 kleine Messlöffel voll) am Tag.
  • Fütterung ab dem 2. Tag: Fleisch oder Reinfleisch-Dose mit Komplement®, 30 Kräutergarten, Bauerngarten-Gemüsemix. Auf keinen Fall Stärke. Auch bei den Leckerlis darauf achten!
  • Akute Durchfälle stoppen Sie mit Garon forte.

Nach circa 10 Tagen ist das Problem im Griff! Ist Ihr Hund sehr geschwächt, bauen Sie ihn mit Regenerat für das Immunsystem wieder auf. Wenn bereits eine Behandlung mit Antibiotika erfolgt ist, dauert der Aufbau der Darmflora etwas länger – wir begleiten die Hunde gerne mit KoProStop. In Verbindung mit dem Schafskäse bauen wir so die Darmflora wieder auf. Erstaunlich ist, dass uns kein einziger Fall bekannt wurde, bei dem diese Methode versagt hätte. Auch Rückfälle wurden uns nur sehr selten gemeldet.