Spezielle Kräuter für Pferde – die Landschaftsmischungen

06/J

Aus unseren Ernährungsberatungen wissen wir, dass wir mit einer ausgewogenen abwechslungsreichen Ernährung Defiziten vorbeugen und gesundheitliche Probleme vermeiden können. Uns ist dabei aufgefallen, dass in verschiedenen Landschaften unterschiedliche Problematiken auftauchen.

Pflanzen wachsen abhängig vom ökologischen Standort in charakteristischen Pflanzen-Gesellschaften, diese bilden den botanischen Anteil von Biotopen. Wegen der regelhaften Vergesellschaftung von Arten bezeichnet man die Lehre von den Pflanzengesellschaften als Pflanzensoziologie. So ist die Flora auf den Kalkböden der Schwäbischen Alb eine andere als in den Sandböden der Lüneburger Heide, obwohl beide Böden humusarm und relativ trocken sind. Die Pferde auf der Alb haben weniger Staub- und Atemwegsprobleme, in der Heide waren bei Pferden auf naturnahen Weiden Stoffwechsel- und Ausleitungsthemen von geringer Relevanz.

Pflanzen die in der Natur gemeinsam wachsen und gemeinsam abgeweidet werden, wirken auch im Tier-Organismus sehr harmonisch.
Auf dieser Basis entwickelten wir von PerNaturam unsere Landschaftsmischungen für Pferde.   Dabei verfolgten wir den pflanzensoziologischen Aspekt, therapeutisch ergänzt, so wie es schon Paracelsus im Sinn hatte:

„Alle Wiesen, Matten, Berge und Hügel sind Apotheken! Lest darin wie ein einem Rezeptbuch.“

Blog Toscana

Mediterrane Kräuter für Pferde – Toscana Mischung

Die aromatischen mediterranen Kräuter der Toscana Mischung wurden kombiniert, um die Darmflora der Pferde zu stabilisieren und um unerwünschte Keime und Verpilzungen im Darm zu hemmen. Dazu boten sich die Pflanzen der mediterranen Flora, mit ihrem hohen Gehalt an ätherischen Ölen, an.

Die Mischung hat sich bei Verpilzung gut bewährt und wurde bald wegen der regulierenden Wirkung auch zur Darmsanierung und zum Aufbau der Darmflora eingesetzt. Die flüchtigen Öle der Kräuter hemmen unerwünschte Keime, stabilisieren die Darmflora und haben eine fungizide Wirkung. Ätherische Öle können die Zellwände von Keimen zerstören, sie können die Zellteilung verhindern und sie können den Zellkern angreifen. Da Pferde die Zellen der komplett aufschließen können, haben wir wegen des langen Verdauungsprozesses eine sanfte und anhaltende Wirkung auf die gesamte Darmflora. Die Mischung hat einen typisch würzigen und aromatischen Geruch. Sie wird dominiert von Basilikum, Bohnenkraut und Thymian; abgerundet durch Salbei, Rosmarin, Orangenschalen und Olivenblätter.

Blog Ostpreußen

Bitterstoffreiche Heilkräuter – die Ostpreußen Mischung

Ostpreußen war das Pferdeland, mit Eichenwäldern, Seen, Sümpfen, Wiesen und Weiden. Die Preußischen Könige etablierten dort in Trakehnen eine hervorragende Pferdezucht. Bis heute sind die Trakehner im Pferdesport beliebte Reitpferde. Wie konnten die Pferde in einer Sumpflandschaft existieren, ohne ständige Gaben von Medikamenten gegen Würmer und andere Parasiten, die dort alle vorkommen? Was war das Geheimnis dieser leistungsfähigen und robusten Pferde?
Wir wissen, was auf den Weiden damals wuchs, denn die ostpreußische Flora ist gut dokumentiert. Unsere Ostpreußen Kräuter-Mischung ist Kombination aus diesen würzigen Wiesenkräutern, wie z. B. Mädesüß, Wiesenkümmel und Pastinake. Sie stärken den Darm und hemmen Parasiten in der Entwicklung.

Die bitteraromatischen Heilkräuter stabilisieren die Darmflora, helfen beim Anweiden und haben sich bei allen Futterumstellungen bewährt. Wegen ihrer guten Akzeptanz und der hervorragenden Wirkung auf den Stoffwechsel sind die Ostpreußen Kräuter unsere meistgefütterte Mischung. Inhaltsstoffe: Kümmel, Mädesüß, Schafgarbe, Pastinake, Buchweizen, Quecke, Heidelbeerblätter, Taubnessel, Labkraut, Fenchel, Knöterich und Koriander.

Blog Lüneburger

Sanfte Kräutermischung für den Stoffwechsel – die Lüneburger Kräuter

Die Regionen um Lüneburg, bieten ein Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen. Neben trockenen, nährstoffarmen Bereichen finden sich Humusansammlungen, kleine Wälder und Moorvegetationen. Die Pflanzen-Komposition folgt dem Vorbild der Lüneburger Heide.

Die Lüneburger Kräuter haben sich zur Stoffwechselunterstützung und zur Ausleitung gut bewährt. Unausgewogenheit im Futter, Konservierungsstoffe, Schimmel, Pilzgifte und ranzige Fette greifen Leber und Nieren an. Medikamente, Wurmkuren und Umweltgifte müssen aus dem Körper ausgeleitet werden. Mit dem Anregen der Leber und der Niere helfen wir den Pferden, diese Stoffe auszuscheiden.
Die Kombination der Lüneburger Kräuter, mit Fenchel und Beifuß, stimuliert den Stoffwechsel und unterstützt mit Brennnessel, Goldrute und Engelwurz die Verdauungs- und Ausscheidungsorgane, besonders die Nieren. Lüneburger Kräuter vitalisieren ältere Pferde, deren Stoffwechselaktivität nachgelassen hat.

Da die Lüneburger Kräuter den Hautstoffwechsel unterstützen, sorgen sie im Fellwechsel für eine bessere Durchblutung der Haut, eine gute Versorgung der Haarwurzel und für einen Abtransport der Stoffe, die im Bindegewebe unter der Haut abgelagert wurden und in Stresszeiten allergene Reaktionen befördern.

Blog Schwäbische Alb

Eine Kur für Atemwege und Immunsystem – Schwäbische Alb-Mischung

Die Schwäbische Alb ist bekannt für ihre Höhlen und besondere Quellen. Seit der Steinzeit leben hier Menschen und Tiere. Die Höhlen entstanden durch Auswaschungen des Kalkgesteins, die Quellen sind Wasseransammlungen aus den Versickerungen, denn das Kalkgestein kann kein Wasser speichern.
Die Wiesenpflanzen müssen im Sommer mit Hitze und Trockenheit fertig werden, die Winter sind lang und kalt. Die Schwäbische Alb-Mischung enthält die dafür typischen, robusten und aromareichen Pflanzen, wie Salbei, Wilder Thymian (Quendel) und Origano. Sie kommen mit diesen Witterungsextremen zurecht. Mit dieser Kraft und Vitalität helfen die Kräuter den Pferden, das Immunsystem zu stabilisieren und die Atemwege zu unterstützen.  

Viele südliche Pferderassen sind von der Flora Ihrer Herkunftsländer her ähnliche aromatische und rohfaserreiche Kräutermischungen gewöhnt. Für sie ist die Schwäbische Alb-Mischung die artgerechte Ergänzung. Die Zusammenstellung gleicht ernährungsbedingte Störungen des Stoffwechsels aus und aktiviert das Immunsystem, besonders im Bereich der Bronchien. Die aromareiche Mischung wirkt positiv auf die Schleimhäute, insbesondere die der Atemwege. Die Schwäbische Alb-Mischung hilft bei unbestimmtem, trockenem Husten und stauballergischen Reaktionen und wird zur Rekonvaleszenz eingesetzt.

Blog Flora Islandica

Die Vegetation einer Vulkaninsel – Flora Islandica

Island hat nur ca. 400 einheimische Pflanzenarten, es gibt wenige Neophyten aus Nordeuropa und Nordamerika. Im Sommer leben die Pferde auf den Weiden des Hochlandes, während des Winters weiden sie in den geschützten Fjorden und an der Küste.

Die Vegetation auf den mineralreichen Vulkanböden ist einem extremen Klima ausgesetzt. Die hier wachsenden Pflanzen sind eiweißarm, enthalten aber viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie sind besonders robust und rohfaserreich. Islandpferde haben dadurch eine speziell entwickelte Darmflora, um aus dieser kargen Vegetation die notwendige Energie zu gewinnen. Mit unseren eiweißreichen Weidegräsern ist diese Darmflora überfordert. Isländer neigen bei dieser Ernährung zu Übergewicht und Ekzemen.
Diese Problematik teilen die Isländer mit anderen Nordpferden und Robustrassen. Dafür wurde die Flora Islandica Mischung konzipiert. Sie vereint strukturreiche, mineralienreiche Kräuter, Algen und Flechten. Die herbe und bittere Mischung stimuliert die Verdauungsorgane, sorgt für das Gleichgewicht im Darm und verbessert den Hautstoffwechsel.

Blog Rocky Mountains

Natürliche Kräuter einer rauen Berglandschaft – die Rocky Mountains Mischung

Die amerikanischen Mustangs sind es gewohnt, für ihre Nahrungsaufnahme weite Strecken zurückzulegen. Die meisten von ihnen bekommen, wenn sie nach Europa importiert wurden, Stoffwechselprobleme. Das sind neben allgemeinen Problemen mit der Verdauung auch Störungen von Haut und Fell. Manche treten erst nach einigen Jahren auf, aber fast alle Mustangs sind davon betroffen.

Die Pferde in den Rocky Mountains haben einen großen Bewegungsradius, er reicht von den Bergtälern bis in die Steppen der Great Plains. Ihr Futterangebot ist so vielfältig, das gar nicht bekannt ist, was sie alles fressen. Aus dem gesamten Pflanzenangebot wurde, dem Bedarf der Pferde entsprechend, eine Auswahl getroffen. Wir haben unsere Kräutermischung so zusammengestellt, dass sie rohfaserreich ist, den Stoffwechsel anspricht und besonders die Ausleitungsorgane Leber, Niere und die Haut, um möglichen Problemen vorzubeugen. Gleichzeitig unterstützt und stärkt sie mit dem Roten Sonnenhut das Immunsystem.

Die Rocky Mountains Mischung eignet sich für alle ursprünglichen Pferderassen, für wild- und halbwildgehaltenen Pferde. Sie sind in ihrer Ernährung besonders auf Vielfalt und die Ergänzung von Kräutern angewiesen, um gesund und vital zu bleiben. Folgende schonend getrocknete Kräuter sind enthalten: Weißbirke (Blätter und Rinde), Elderbeeren, Besenheide, Kanadische Goldrute, Waldweidenröschen, Weißer Dorant, Roter Sonnenhut, Rowanbeeren, Bärlapp, Rosspappelblüten, Gänsefingerkraut.

Paard

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