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Pflanzliche Helfer bei Viruserkrankungen
Wie kann man sein Pferd gegen Viruserkrankungen schützen, und welche pflanzlichen Helfer gibt es zur Unterstützung im akuten Fall?
Kräuter mit virostatischer Wirkung
Viele Kräuter unterstützen den Organismus, indem sie das körpereigene Immunsystem stärken und unerwünschte Bakterien bzw. Keime vertreiben oder abtöten. Gegen Viren selbst gibt es keine Mittel, aber es gibt einige virostatisch wirkende Heilpflanzen. Sie sind in der Lage, Viren in ihrer Entwicklung zu hemmen. Sie verhindern, dass Viren in die Wirtszellen eindringen, oder sie unterbinden die Vervielfältigung des Virusgenoms und stoppen so deren Vermehrung.
Bekannte Beispiele für virostatische Pflanzen:
Roter Sonnenhut (Echinacea) und Holunder
In Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr wird Echinacea eingesetzt. Tee oder Pflanzensaft stimulieren das Immunsystem, erhöhen die Zahl der Abwehrzellen und hemmen gleichzeitig Viren. Echinacea sollte vorbeugend oder möglichst frühzeitig eingesetzt werden. Im Akutfall muss es mit anderen virostatischen Mitteln kombiniert werden; auf jeden Fall stärkt es die allgemeine Immunabwehr und verkürzt den Krankheitsverlauf. Die wichtigsten Wirkstoffe sind Polysaccharide, Rosmarinsäure und Kaffeesäure.
Holunderbeeren und der daraus gewonnene Saft sind ein traditionelles Heilmittel bei Infektionen und Viruserkrankungen. Die traditionelle adaptogene Pflanze wird meist unterschätzt. Die Hauptwirkstoffe in den Beeren sind Flavonoide und Anthocyane. Wir haben den Roten Sonnenhut auch als Einzelkraut, im Bio EchinaSaft haben wir ihn mit Taiagawurzel und Holunder kombiniert. Der Presssaft kann einfach über Kräuter, Heucobs oder Müsli gegeben werden und ist ein wichtiges Mittel gegen Virusinfektionen und gleichzeitig ein Stärkungsmittel für den gesamten Organismus.
Aromapflanzen
Zur Teezubereitung oder zur Verfütterung eignen sich viele aromatische Kräuter. Durch ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen hemmen sie Viren in ihrer Entwicklung. Besonders eignen sich Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler. Deren virostatische Wirkung wird zusätzlich unterstützt durch ihre speziellen Gerbstoffe, vor allem die Rosmarinsäure.
Hilfreiche Pflanzen aus dieser Familie sind u. a. Salbei, Origanum, Thymian oder Griechischer Bergtee. Eine bewährte Rezeptur ist die Toscana Mischung mit Basilikum, Bohnenkraut, Thymian, Salbei, Rosmarin.
Auch die Zistrose, sie gehört zur eigenen Familie der Zistrosen-Gewächse, liefert wirksame ätherische Öle, dazu wundheilende und regenerierende Harze und Gerbstoffe. Zistrosenkraut und der daraus zubereitete Tee haben sich als Virostatikum bewährt.
Die antivirale Wirkung der Zistrose beruht auf einer mechanischen Hemmung der Bindungsfähigkeit von Viren an Wirtszellen. Die Zistrose versperrt also den Viren den Weg nach innen, indem sie unter anderem die Bindungsmöglichkeit der Viren an Zelloberflächen verhindert. Sie können nicht mehr in die Zelle eindringen und die Vermehrung der Viren wird dadurch blockiert. Mit der Kretischen Zistrose bieten wir Ihnen einen besonders gehaltvollen Tee aus unsere Reihe Flora Cretica. Dort finden Sie ebenfalls die Aromapflanzen Kretischer Salbei, Kretischer Origano oder auch den griechischen Bergtee aus Kreta.
Ätherische Öle
Die aus aromatischen Pflanzen destillierten ätherischen Öle sind sehr komplexe Verbindungen. Sie haben einen für ihre Stammpflanze charakteristischen intensiven Duft. Ätherische Öle lassen sich in Fett und Alkohol gut lösen, in Wasser sind sie beinahe unlöslich. Sie verdampfen an der Luft und sind leicht flüchtig. Aufgrund ihrer geringen Molekülgröße können sie Haut, Gewebe oder Organe durchdringen und auch über die Blutgefäße in den gesamten Körper gelangen. Wegen dieser besonderen Eigenschaften werden ätherische Öle in der Therapie äußerlich und innerlich angewandt. Die Aromatherapie nutzt sie auch zur Inhalation.
Pflanzliche ätherische Öle wirken gegen umhüllte Viren. Die fetthaltige Virushülle wird von den ätherischen Ölen angegriffen und aufgelöst. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch die Funktion der Andockproteine so beeinträchtigt wird, dass die Viren an den Wirtszellen nicht anhaften und eindringen können. Besondere virostatische Kräfte haben ätherische Öle, die Cineol enthalten, sie wirken bereits in geringen Dosen. Traditionell werden sie bei Atemwegs- und bei Magendarm-Problemen eingesetzt, sie sind jedoch auch bei anderen Virusinfektionen wie z. B. Influenza hochwirksam. Zu den virostatisch wirksamen Pflanzen mit hohem Anteil ätherischer Öle gehören beispielsweise Eukalyptusöl, Engelwurz, Salbei, Thai-Basilikum, Rosmarin und Lorbeeröl. Zwölf rein natürliche Ölen haben wir im Aerob-Öl und Aerob-Spray kombiniert.
Bitterkräuter
Viruserkrankungen werden oftmals durch Mückenstiche übertragen. Pferde, die regelmäßig mit Bitterkräutern versorgt werden, werden weniger von Mücken und Insekten belästigt und gestochen. Bitterkräuter stimulieren also nicht nur den Stoffwechsel, sie verändern auch die Hautausdünstungen und halten Insekten fern. Dadurch kann der Übertragungsweg von Viruserkrankungen, die durch Insekten übertragen werden, unterbrochen werden. Eine der bittersten Pflanzen ist der Enzian, besonders reich an Bitterstoffen sind auch Wermut, Rosmarin oder die Engelwurz. Die repellente, also insektenabwehrende Wirkung der Bitterkräuter kann durch Knoblauch verstärkt werden. Auch das ätherische Öl der Duftgeranie (Geraniol) maskiert die Ausdünstungen der Pferde und macht sie dadurch für Stechmücken uninteressant. Für die innerliche Anwendung haben sich die Protection Pellets, mit u. a. Zistrose, Schwarzkümmel, Andorn und Oregano bewährt. Zur äußerlichen Anwendung bieten wir AkaHorse mit dem Wirkstoff Geraniol. Eine Mischung an Bitterkräutern ist in den Ostpreußen Kräutern enthalten und die noch stärke Variante an Bitterkräuter ist in den Amara Bitterkräutern oder auch in der Bittermut Wermutkräuter-Mischung enthalten.
Tannine
Pflanzliche Gerbstoffe oder Tannine wirken zusammenziehend, entzündungshemmend und sie können Toxine neutralisieren. Der Prozess des Gerbens bedeutet, dass unstrukturierte Eiweiße ausgefällt und Wasser entzogen wird. So wird aus Tierhaut haltbares Leder hergestellt.
Da Gerbstoffe stark mit Proteinen interagieren, verändern sie deren Struktur und Funktionalität. So verändern sie auch die Funktion der viralen Hüllproteine und behindern damit den Andockvorgang oder das Eindringen in die Wirtszellen. Darum sind gerbstoffhaltige Pflanzen in der Virenbekämpfung ein wesentliches Element. Die Gerbstoffe wirken aber nur lokal, auf der Haut und auf den Schleimhäuten, besonders im Verdauungstrakt. Als Adstringenz bzw. adstringierend bezeichnet man die zusammenziehende Wirkung der Gerbstoffe. Sie werden kaum in den Körper aufgenommen und haben daher keine systemischen Fernwirkungen. Gerbstoffkräuter helfen besonders bei Infektionen, die z. B. durch Tröpfcheninfektion auf die Schleimhäute übertragen werden. Die Adstringa-Gerbstoffkräuter Mischung und das bereits beschriebene Zistrosenkraut aus der Flora Cretica Serie unterstützen hier insbesondere.
Einige gerbstoffhaltige Pflanzen mit bekannter virostatischer Wirkung: Zistrose, Eichenrinde, Weidenrinde, Brombeerblätter, Schafgarbe. Die Weidenrinde bieten wir in der Kombination mit Mädesüß in der Mischung mit gleichlautendem Namen: Weidenrinde & Mädesüß und Zistrose gibt es in unserer Flora Cretica Serie.
Wichtigstes Instrument in der Krankheitsbekämpfung ist das körpereigene Immunsystem. Die Pflanzenheilkunde hat verschiedene Ansätze, die Immunabwehr zu unterstützen.
Bei speziellem Infektionsdruck kann phytotherapeutisch gezielt vorgebeugt werden.






